Beschreibung des Erpeler Blumenkorsos 2015


eigener Bericht vom 24. September 2015

Das war der Blumenkorso 2015!

von Holger Lenz (Text + Foto)

Das Motto des Blumenkorsos

Wein und Musik sind und waren in allen Kulturen und zu allen Zeiten ein Sinnbild der Lebensfreude. Kein Wunder, dass Rheinwein und Weinlieder als Inbegriff des rheinischen Frohsinns gelten. Dieser Sinn für die Freuden des Lebens liegt jedem Rheinländer von Geburt an im Blut.

Daher lautet das Motto des Erpeler Blumenkorsos 2015 – durchaus poetisch:

„Wein und Musik – rheinisches Blut …“.


Die Beschreibung des Blumenkorsos

Zugnummer 1: „Wein und Musik – rheinisches Blut …“

Der Geist des Weines, verkörpert durch ein „Fassmännchen”, gibt den Takt an, zudem sich der Notenschlüssel beschwingt im Kreise dreht.

Musikalisch wird der Blumenkorso nun schon seit über 25 Jahren vom Tambour-Corps Ohlenberg angeführt. Die Schüler des 3. Schuljahres der Grundschule St. Johannes steuern die Noten zu diesem musikalischen Potpourri bei.

Zugnummer 4: Aus der Traube in die Tonne

Eröffnet wird der Liederreigen mit einem volkstümlichen Lied von Kurt Lissmann, Text von Theobald Kerner.

Aus der Traube in die Tonne,
Aus der Tonne in das Fass,
Aus dem Fasse dann oh Wonne,
In die Flasche, in das Glas.

Der Motivwagen mit traditionellen Winzergerätschaften wird von den Winzerinnen und Winzern des 2. Schuljahres der Grundschule St. Johannes begleitetet.

Unterstützt werden sie von den „Bremmer Stadtmusikanten“. Dank der Großzügigkeit der Familien Mathias und André Hardt bereichert diese Kapelle schon seit vielen Jahren unseren Festzug.

Zugnummer 7: Als Büblein klein an der Mutter Brust

Das Trinkliedes des Falstaff aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai, Libretto von Salomon Hermann Mosenthal, ist allgemein bekannt. Der Motivwagen bezieht sich auf die Textpassage

Komm, braune Hanne, her
Reich mir die Kanne her,
Füll mir den Krug!

Begleitet wird der Wagen von den Kellergeistern des 4. Schuljahres der Grundschule St. Johannes.

Zugnummer 9: Ja, ja, der Wein ist gut

Der Refrain des Lieds „Ja, ja der Wein ist gut“ von Heinrich Strecker, Text Franz Gribitz,

Ja, ja der Wein ist gut,
I brauch kan neuen Hut,
I setz den alten auf,
Bevor i Wasser sauf.

bringt eine wienerische Note an den Rhein. Die stillen Zecher des Möhnen-Club Erpel begleiten den Wiener Lebenskünstler und seinen prachtvollen alten Hut.

Musikalisch wird dieser Abschnitt des Festzugs vom Musikverein Kurkapelle Schonach 1839 gestaltet.

Zugnummer 12: Wein am Rhein

Das Walzerlied aus der Operette „Kölnisch Wasser“ von Willy Richartz, Libretto Charly Amberg, verbreitet trotz seines eher nachdenklichen Textes weinselige Stimmung.

Es wird noch Wein am Rhein in hundert Jahren geben,
Nur trinken andre dann vergnügt den Saft der Reben.

Der Motivwagen gewährt uns einen einen Ausblick auf den Weinbau an der Erpeler Ley in 100 Jahren. Die Tanzgruppe „Leev Pänz“ führt uns hingegen die Zecher der Zukunft vor.

Die „Schlossberg Musikanten“ aus Bad Hönningen unterstützen sie dabei nach besten Kräften.

Zugnummer 15: Trinkst du mal Wein vom Rhein …

Jubiläums-Weinkönigin Marie-Luise (1965) und
Jubiläums-Weinkönigin Tanja (1990)

Dss bekannte Trinklied von Gerhard Jussenhoven, Text Jupp Schösser, muss man eigentlich nicht vorstellen.

Trinkst du mal Wein vom Rhein,
Gib acht auf den Jahrgang!
Küsst du ein Mägdelein,
Gib acht auf den Jahrgang!
Denn es ist wichtig und immer richtig,
Der Wein muss alt und jung das Mädel sein!

Anzumerken wäre jedoch, dass ein „Mägdelein“ nicht jung sein muss, um zu begeistern. Das beweisen unsere Jubiläums-Weinköniginnen Marie-Luise (1965) und Tanja (1990). Begleitet werden sie von den Erpeler Trauben von Riesling- und Burgunderreben des 1. Schuljahres der Grundschule St. Johannes.

Zugnummer 17: Der Herrenwitz ein köstlicher Wein

Erpel am Rhein und sein „Herrenwitz“, das ist eine nicht enden wollende Liebesgeschichte. Die musikalische Liebeserklärung von Karl Noll, Text Hermann Witten,

Der Herrenwitz, ein köstlicher Wein,
Wächst nur in Erpel am Rhein.

wird vom Erpeler Mundart-Duo „WiSu“ vorgetragen; stilecht zu Füßen einer Flasche „Erpeler Herrenwitz“.

Zugnummer 18: Weinkantate

Die Weinkantate von Professor Theo Fischer betrachtet die inneren Werte des Weins.

Es ist beim Weine wie im Leben,
Auf den Inhalt kommt es an.

Auf dem Motivwagen vereinigen sich Wein- und Musikgenuss.

Der Wagen wird von den Kindern der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ begleitet, die die Noten zu dieser tiefgründigen Einsicht beisteuern.

Zugnummer 20: Man müsste noch mal zwanzig sein

Ein weiterer Klassiker der Weinlieder von Werner Stamm, Text: Heinz Böninghausen,

Du, ja du nur allein
Wirst den Traum mir verzeih'n
Den ich heut' geträumt hab,
Geträumt hab beim Wein.

begleitet die Träume eines alten Zechers.

Das Tambour-Corps Erpel 1963 e. V. bildet traditionell den Auftakt für den Auftritt von Weingott Bacchus.

Zugnummer 22: Im tiefen Keller sitz ich hier

Dieses volkstümliche Trinklied wurde bereits 1802 von Ludwig Fischer auf einen Text von Karl Müchler geschrieben. Seither erfreut es sich unterbrochener Beliebtheit, so auch bei unserem Bacchus Andreas und seinen Bacchantinnen Daniela und Jasmin.

Im tiefen Keller sitz ich hier
Bei einem Fass voll Reben,
Bin frohen Muts und lasse mir
Vom allerbesten geben.

Die Aussicht auf ein Fass allerbesten Weins sowie die überschäumende Stimmung des folgenden Motivwagens versetzt das Gefolge von Weingott Bacchus, die Herzdamen und Stadtsoldaten der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft im in Feierlaune.

Zugnummer 24: Im Feuerstrom der Reben

Der Titel dieser Musiknummer aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss (Sohn), Libretto Karl Haffner und Richard Genée, ist vielen wohl nicht bekannt. Den überschäumenden Text

Die Majestät wird anerkannt, anerkannt rings im Land;
Jubelnd wird Champagner der Erste sie genannt!
Es lebe Champagner der Erste!

kann hingegen jeder mitsingen.

Mit dem Aufmarsch der Fahnenabordnung des Junggesellenverein Erpel 1737 e. V. und des Jungesellenverein Orsberg 1714 e. V. kündigt sich der Höhepunkt des Festumzugs an.

Vor dem Erscheinen der Weinmajestät hat jedoch die Bigband „Timbre Tajiri“ ihren Auftritt. Mit schmissigen Klängen begleitet sie die Erpeler Weinkönigin.

Zugnummer 27: Die Erpeler Weinkönigin Sarah und ihre Weinprinzessinnen Saskia und Michelle

Was könnte besser die Majestät von Weinkönigin Sarah (Kirschbaum) und ihren Weinprinzessinnen Michelle (Welsch) und Saskia (Sieberz) unterstreichen, als riesige, leuchtend gelbe Krone? Es ist nicht von ungefähr das Lieblingsgefährt der Erpeler Weinköniginnen.

„Herzlich willkommen in der Alten Herrlichkeit am Rhein!“

Das Ehrengeleit für die amtierenden Weinkönigin und ihren Weinprinzessinnen bildet die Prinzengarde der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft.

Zugnummer 29: Schau nicht auf die Uhr …

Den Abschluss bildet ein weiter Klassiker der rheinischen Trinklieder:

Schau nicht auf die Uhr,
Schau lieber tiefer ins Glas hinein.
Schau nicht auf die Uhr,
Sitzt du bei Frauen und Wein.

Wer könnte dieses Lied besser verkörpern, als die Null-Uhr-Kapell' aus Erpel?

Zugnummer 31: Die Erpeler Dahlien

Der Abschlusswagen, geschmückt mit farbenprächtigen Gestecken aus den Dahlien „Herrlichkeit Erpel“ und „Erpeler Ley“, lädt zum nächsten Blumenkorso ein, am Sonntag, den 18. September 2016.


Unterstützung

Liebe Besucher unserer Website,

Sie können sich denken, dass die Veranstaltung dieses Blumenkorsos mit hohen Kosten verbunden ist. Ein großer Teil der Kosten wird durch den Verkauf von Festabzeichen mit dem Porträt der Weinkönigin finanziert.
Deshalb nutzen wir die Gelegenheit Sie zu bitten, auch beim Besuch des Blumenkorsos im kommenden Jahr eine Plakette zu erwerben.

Sie tragen damit zum Fortbestehen des Blumenkorsos bei!


In unserer Rubrik Medien 2015 finden Sie Links zu mehreren Bildergalerie über den Erpeler Blumenkorso 2015.