Ursprünglich wurde das Weinfest nach Abschluss der Weinlese als Erntefest
der Erpeler Winzer gefeiert. Dieser Zeitpunkt fiel mit dem Patrozinium der Erpeler
Pfarrkirche zusammen, da deren Patron der Heilige Severinus ist, dessen Fest
am 23. Oktober begangen wird.
Deshalb wurden das Erpeler Winzerfest und die Pfarrkirmes („Severinus
Kirmes“) gemeinsam gefeiert. Das Fest wurde in dieser Zeit vom Erpeler
Junggesellen-Verein organisiert.
Der früheste Beleg für die Existenz dieses Winzerfestes ist eine Anzeige in der Rhein-Ahr-Zeitung vom Mittwoch, den 23. Oktober 1901. In ihr kündigt Joseph Stockhausen, der damalige Wirt des Gasthauses „Zur Traube“ in Erpel am Rhein, für „Sonntag den 27. und Montag den 28. Okt. ein großes Humoristisches Concert“ an, das „bei Gelegenheit des Erpeler Winzerfestes (früher Severinskirmeß)“ stattfindet.
Mit der Zunahme des Fremdenverkehrs am Rhein nach dem I. Weltkrieg wurden
die Winzerfeste ein beliebtes Reiseziel der Rheintouristen. Ein besonderes Hoch
erlebten die Feste in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Bereits damals fanden in Erpel Festumzüge statt, wenn auch nicht in jedem
Jahr.
Der II. Weltkrieg, insbesondere die Schäden durch die Bombardierung der Ludendorff-Brücke Anfang 1945, unterbrachen die Tradition des Weinfestes. Erst 1947 wurde wieder ein – sehr bescheidenes – Winzerfest veranstaltet.
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