Noch nie in meiner 25-jährigen Amtszeit hat eine zukünftige Weinkönigin so spontan und begeistert
»Ja« gesagt, wie Saskia!
Treffender als Werner Henneker, der 1. Vorsitzende des Brauchtumsvereins
„Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V., kann man die Freude von Saskia Sieberz darüber, die
Krone der Erpeler Weinkönigin zu tragen, nicht ausdrücken. Schon als Kind hat sie die Erpeler
Weinkönigin und ihre Weinprinzessinnen auf ihrem prächtig geschmückten Wagen im Weinfestzug bewundert.
In diesem Jahr wird sie es sein, die man auf einem mit tausenden Dahlienblüten geschmückten Festwagen
bewundert.
Für die junge Industriekauffrau, die während des Weinfestes ihren zwanzigsten Geburtstag feiern wird, ist das Erpeler Weinfest und sein Blumenkorso schon immer ein fester Bestandteil ihres Lebens gewesen. Als Kind war sie bei den Fußgruppen dabei, mit denen der Kindergarten und die Grundschule am Blumenkorso beteiligten. In den letzten Jahren ist sie als Mitglied der Prinzengarde der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft auf der Krönung der neuen Weinkönigin aufgetreten.
Saskia hat noch einen weiteren und sehr engen Bezug zum Blumenkorso anlässlich des Erpeler Weinfestes: Bis das
Wagenbauteam vor zwei Jahren ein neues Domizil bezog, wurden die Festwagen direkt vor ihrer Haustür gebaut. Die
so genannte „Salzhalle“, in der die Wagenbauer früher arbeiteten, liegt nämlich auf dem
Grundstück ihres Elternhauses. Ihr Vater, Klaus Sieberz, hatte diese Halle lange Jahre der Ortsgemeine Erpel
für ihren Bauhof und den Bau der Festwagen für Karneval und Weinfest überlassen.
Schon als junges Mädchen haben ihre Schwester Tonia, die ihr als Weinprinzessin zur Seite steht, und sie
interessiert - und mit zunehmender Fachkunde - die Arbeit des Wagenbauteams verfolgt. Oft waren sie die Ersten
außerhalb des Wagenbauteams, die die neuen Motivwagen für den Festzug kannten.
Gerade weil Saskia weiß, wie viel Arbeit in jedem Festwagen steckt, schätzt sie die Ehre, als Königin am
Blumenkorso teilnehmen zu dürfen, umso mehr.
Der Weinspruch, unter den sie ihre Regentschaft stellt, lautet:
Hier trinkt man ein Weinchen, wie nirgends so gut.
Es erfrischt die Glieder, gibt fröhlichen Mut.
Ein kostbares Tröpfchen für wahr meiner Seele.
Es macht uns lustig,
Es macht uns fidel.
Darauf erhebt mit mir die Gläser voller edelem Wein.
Ein Prosit auf Erpel, unser Paradies am Rhein.
Zum Wohl!
Als Kredenzwein hat sich Saskia unter den vielen hervorragenden Weinen vom Mittelrhein einem halbtrockenen Riesling ausgewählt.
Saskias Weinprinzessinnen sind ihre Freundin Sissi Dahmen und ihre Schwester Tonia Sieberz.
Die 19-jährige Sissi Dahmen, die derzeit eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau absolviert, hat den
überzeugendsten Grund überhaupt für die Übernahme des Amtes der Erpeler Weinkönigin: Sie
trinkt gerne Wein! Am liebsten einen halbtrockenen Riesling oder Rosé.
Natürlich hat auch ihre Freundschaft zu Saskia und Tonia Sieberz eine wichtige Rolle bei dieser Entscheidung
gespielt. Nebenbei setzt sie mit der Übernahme des Amtes eine Familientradition fort: Bereits ihre Großmutter
war Weinkönigin, wenn auch „nur“ in Königswinter.
Zudem ist sie an der Pflege des Erpeler Brauchtums, vor allem des Weinfestes und des Karnevals, interessiert. Kein
Wunder also, dass die tanzbegeisterte junge Frau ebenfalls in der Prinzengarde der GEK mittanzt.
Daneben widmet Sissi sich in ihrer Freizeit noch dem Reiten. Ein Hobby, das sie ebenfalls mit Saskia und Tonia
Sieberz verbindet.
Tonia Sieberz als die „kleine“ Schwester von Weinkönigin Saskia zu bezeichnen, wäre angesichts
ihrer Energie und ihres Elans völlig verfehlt.
Die sportliche junge Frau ist 18 Jahre alt und besucht noch die Schule. Mit ihrer Schwester hat sie nicht nur die
Hobbys Reiten und Tanzen gemeinsam, sondern auch die Verbundenheit mit dem Erpeler Karneval (sie tanzt ebenfalls
in der Prinzengarde) und dem Erpeler Weinfest.
Erwähnenswert ist auch ihr neuestes Hobby: Als Reverenz für ihre Schwester, die im Juli Königin des Rheinbreitbacher Junggesellen-Schützenkönigs war, hat sie in kürzester Zeit das Fändelschwenken erlernt. Bei ihren Auftritten auf der Rheinbreitbacher Kirmes und der Krönung ihrer Schwester hat sie hierin ein beachtliches Talent bewiesen.