Anekdoten

In der langen Geschichte des Erpeler Winzer- bzw. Weinfestes hat es auch viele heitere Momente gegeben. Mit den Jahren ist die Erinnerung an die meisten verschwunden. Andere Episoden haben sich klassischen Anekdoten entwickelt, die in froher Runde – vor allem auf dem Weinfest – immer wieder gern erzählt werden.
Für den Liebhaber vergnüglicher Begebenheiten lohnt es sich also, bei einem Besuch des Weinfestes aufmerksam zuzuhören.

In dieser Hinsicht erweißt es sich auch als glücklicher Umstand, dass der 1. Vorsitzende Werner Henneker und der Festzugleiter Bernd Walbrück seit fast 25 Jahren im Vorstand des Brauchtumsvereins „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. tätig sind. In dieser Zeit haben sie jedes Weinfest hautnah „aus der ersten Reihe“ miterlebt. Sie stecken voller Geschichten, über die man schmunzeln und oft sogar herzlichen lachen kann.

An dieser Stelle finden Sie eine kleine Auswahl an Anekdoten rund um unser Weinfest, die im Laufe der Zeit hoffentlich deutlich an Umfang zunimmt.

Die Kölsch-Liebhaberin

- auf der Pressevorstellung einer Weinkönigin Anfang der 90er-Jahre -

Frage des Pressevertreters: „Was trinken Sie am liebsten?“
Antwort der Weinkönigin: „Ach, am liebsten ist mir immer noch so ’n richtig leckeres Kölsch.“
Verdutztes Schweigen.

Frage: „Und welchen Wein?“
Antwort: „Also ehrlich gesagt, trinke ich keinen Wein. Da mache mir nicht viel draus.“
Betretenes Schweigen.

Verblüffte Nachfrage: „Sie trinken überhaupt keinen Wein?“
Offenherzige Antwort: „Na ja, wenn es überhaupt nicht anders geht, trinke mal ein Glas Rosé.“

Daraufhin wurde in den Fragebogen zu Lebenslauf und Interessen der Weinkönigin und ihrer Weinprinzessinnen die Rubrik „Lieblingswein“ aufgenommen.

Fügung des Schicksals

- eine geborene Weinkönigin -

Anja Eichbaum, geb. Schmitz, die Weinkönigin des Jahres 1982, wurde am Weinfest geboren. Zu dieser Zeit gab es in Erpel noch einen Gemeindeausrufer, dessen Aufgabe es war, wichtige Neuigkeiten in ganz Erpel bekannt zu machen.
Um die Nachricht der Geburt von Anja Eichbaum zu verkünden, lief er durch den ganzen Ort, rief in einem fort: „Wir haben eine neue Weinkönigin! Wir haben eine neue Weinkönigin!“ und läutete dabei ständig mit seiner Glocke.
Bei diesem Eintritt ins Leben war es unvermeidlich, dass Anja Eichhorn einmal das Amt der Weinkönigin übernehmen würde.

Panikattacke

- „Die Krönung“ 2007 -

Bernd Walbrück hatte bis tief in die Nacht den Bürgersaal für „Die Krönung“ dekoriert.
Anstatt auszuschlafen, saß er bereits früh am nächsten Morgen aufrecht im Bett. Ihm war schlagartig bewusst geworden, dass er die Bühnendekoration völlig falsch konzpiert hatte. Die Leute auf der Bühne würden hinter seinen üppigen Blumenarrangements einfach verschwinden!

„Das muss ich sofort ändern!“, dachte er sich und war auch schon in der nächsten Minute auf dem Weg zum Bürgersaal. Als er dort eintraf, stellte er zu seiner Erleichterung fest, dass die Blumendekoration auf der Bühne keineswegs zu ausufernd war.
Er hatte bloß einen sehr überzeugenden Albtraum gehabt!