Rhein-Zeitung vom 07. 07. 2009

Schnäppchenjäger sind in Erpel auf der Pirsch

Kaiserwetter lockte Hunderte zum Osanna-Markt -
Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ ist zufrieden

Blick auf Fachwerkhäuser, vor denen Marktstände stehen und sich Menschen drängen ERPEL. Funkelnde Kronleuchter, uralte Kinderdreiräder, Hochpräzisions-Laborwaagen und Mengen an Kinderkleidung in allen Größen, Handtaschen für die modebewusste Frau, Schuhe, Kunst und Kuriositäten warteten beim Erpeler Osanna-Markt auf Käufer. Der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ hatte eingeladen, und die Besucher konnten nach Herzenslust in alten Schätzchen stöbern. Bei Kaiserwetter drängten sich Hunderte in den Straßen und auf dem Marktplatz im historischen Ortskern der „Alten Herrlichkeit“. Die schmucken alten Fachwerkhäuser sorgten dort für ein unverwechselbares Flair.

Professionelle Anbieter suchte man in Erpel vergebens. Denn der Brauchtumsverein lässt nur Standbetreiber zu, die gebrauchten Trödel feilbieten. Natürlich versorgten die Erpeler Veedelsmöhnen die Flohmarktbesucher wieder mit selbst gebackenem Kuchen.

Der Osanna-Markt ist nach der ältesten und größten Glocke der Pfarrkirche aus dem Jahr 1388 benannt, die mit ihren 2,2 Tonnen ein echtes Schwergewicht ist. Anlässlich des 600-jährigen Glockengussjubiläums hatte der Brauchtumsverein 1988 erstmals den beliebten Markt veranstaltet, dessen Erlös in die Finanzierung des Blumenkorsos beim Erpeler Weinfest fließt.    (san)

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