In lockerer Atmosphäre stellte der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. seine Weinkönigin 2009/2010 und ihre Weinprinzessinnen vor.
ERPEL. Nicht nur die Neugier der Erpeler Bürger auf die neue Trägerin der Weinkrone dürfte
der Grund für den guten Besuch der „Krönung 2009“ gewesen sein. Inzwischen ist
diese Veranstaltung, die erstmalig am 25. August 2001 statt fand, zu einem festen und beliebten
Bestandteil des Erpeler Veranstaltungskalenders geworden.
Das Musikprogramm wurde vom Jugendchor des Gesangverein „Cäcilia Eintracht Erpel 1844“ eröffnet. Das Medley aus bekannten Pop- und Musical-Melodien war ein wunderbarer Auftakt für einen geselligen Abend in lockerer Atmosphäre.
Nach dem Auftritt der jungen Sänger galt es Abschied zu nehmen von Natali Kuhn, der Weinkönigin
2008/2009 und ihren Weinprinzessinnen Anna Kenn und Melanie Schüler. Sie verabschiedeten sich mit
einem lachenden und einem weinenden Auge
und bedankten sich allen ehrenamtlichen Helfern, deren
Einsatzbereitschaft sie es verdanken, dass sie ein herrliches Weinfest 2008 erleben durften. Ihr
Dankeschön war eine Videovorführung, die teils sehr private Eindrücke vom Leben der
Weinmajestäten während der Weinfestsaison vermittelten.
Dann war der große Moment gekommen: Geleitet vom klingenden Spiel des Tambour-Corps Erpel betrat die neue
Weinmajestät die Bühne. Die 19-jährige Saskia Sieberz wird in den kommenden 12 Monaten ihren
Heimatort Erpel am Rhein mit jugendlichem Charme vertreten. Als Weinprinzessinnen stehen ihr ihre ebenfalls
19-jährige Freundin Sissi Dahmen sowie ihre 18-jährige Schwester Tonia zur Seite. Alle drei verbindet
die Liebe zum Reiten und das Tanzen in der Prinzengarde der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft. Da aus
deren Reihen in den letzten Jahren mehrere Weinköniginnen hervorgegangen sind, war es durchaus zutreffend,
dass Brigitte Buchmüller die Prinzengarde bei der Vorstellung der neuen Weinkönigin als
Ausbildungsbetrieb charmanter Majestäten
bezeichnete. Nicht ganz ernst gemeint war ihre
weitergehende Überlegung, ob die GEK hierfür in Zukunft wohl Ablösesummen wie beim
Fußball
fordern werde.
Weinprinzessin Sissi führte übrigens den überzeugendsten Grund für die Übernahme des
Amtes an: Sie trinkt gerne Wein! Nebenbei setzt sie damit eine Familientradition fort. Bereits ihre Großmutter
war Weinkönigin, wenn auch „nur“ in Königswinter. Natürlich hat auch ihre Freundschaft
zu Saskia und Tonia Sieberz eine wichtige Rolle bei dieser Entscheidung gespielt.
Eine ausführliche Vorstellung von Weinkönigin
Saskia und ihren Weinprinzessinnen finden Sie unter diesem Link.
Über die Begeisterung für die neueste Erpeler Weinkönigin wurden aber nicht ihre
Amtsvorgängerinnen vergessen: Vor 50 Jahren regierte Christa Kessler das Erpeler Weinvolk; vor
25 Jahren hatte Stefanie Hamacher dieses Amt inne. Auch über ihre Regentschaften gab es Interessantes zu
berichten.
So musste Stefanie Hamacher „ihren“ Bacchus mit keiner anderen Amtsinhaberin teilen. Udo Wagener
übte dieses Amt nur 1984 aus und war so gesehen „nur“ für sie da.
Abenteuerlicher waren die Erlebnisse von Christa Kessler. Sie ist die einzige Erpeler Weinkönigin, die
jemals über Vater Rhein zum Weinfest geleitet wurde. Die Veranstalter hatten diese Bootsfahrt allerdings
nach Einbruch der Dunkelheit ansetzt, um das Ufer stimmungsvoll mit Bengalischem Feuer beleuchten zu können.
Unglücklicherweise wurde Christa Kessler davon so stark geblendet, dass sie beim Aussteigen rein gar nichts
sehen konnte. Es fehlte nicht viel und sie wäre als wahrhaftige Rheintochter den Fluten von Vater Rhein
entstiegen.
Auch wenn die Vorstellung der Weinkönigin der offizielle Höhepunkt der Veranstaltung war, das restliche
Programm hatte noch einige Highlights zu bieten.
Die Prinzengarde der GEK beeindruckte mit einem Gruppen- und einem Paartanz.
Ein holländischer Freund erklärte, warum er letztlich doch auf die im letzten Jahr angekündigte
Kandidatur für das Amt des Erpeler Ortsbürgermeisters verzichtet hat: Er scheute die Tücken des
staatsbürgerkundlichen Einbürgerungstestes! Ein von Edgar Neustein veranstaltetes Quiz bewies jedoch
seine Kenntnisse in Erpeler Lebensart aufs Überzeugendste.
Das anschließende Gratulationskonzert der Null-Uhr-Kapell’ heizte den Besuchern dann noch einmal
kräftig ein.
So war das Publikum hellwach, als die Fähndelschwenker des Junggesellenvereins Erpel zu Ehren der neuen
Weinkönigin ihre Kunstfertigkeit zeigten.
Das wiederum animierte Weinprinzessin Tonia, ihr Können im Fähndelschwenken ebenfalls unter Beweis
zu stellen. Schließlich hatte sie sich diese Kunst eigens als Reverenz für ihre Schwester, die im Juli
Königin des Rheinbreitbacher Junggesellen-Schützenkönigs war, angeeignet. Und das ziemlich
erfolgreich, denn ihr Auftritt bewies beachtliches Talent.
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zur Vorstellung von Weinkönigin Saskia und ihren Weinprinzessinnen
Hier geht es
zum Bericht der Rhein-Zeitung vom 24. 08. 2009.
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zum Bericht des Bonner General-Anzeigers vom 24. 08. 2008.
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