Das war der Blumenkorso 2009

Das Motto des Blumenkorsos

Für einen Rheinländer ist es eine alltägliche Erfahrung, in einer Kulturlandschaft mit über 2000-jähriger Geschichte zu leben, die wegen der Fruchtbarkeit ihrer Böden und dem Fischreichtum ihrer Gewässer schon vor undenklichen Zeiten kontinuierlich besiedelt war. Mit solch überbordendem Reichtum ließ es sich im Rheinland stets leichter leben, als anderswo.
Diesen besonderen Reiz des Romantischen Rheins, diese Mischung aus Leichtlebigkeit der Menschen, Reichtum der Fluren und Schönheit der Landschaft, soll das Motto 2009 verdeutlichen.

Eine der stimmungsvollsten Schilderungen des Rheinlandes befindet sich in dem Gedicht „Der Wanderer“ von Friedrich Hölderlin (1770 – 1843):

„…
Seliges Tal des Rheins! kein Hügel ist ohne den Weinstock,
Und mit der Traube Laub Mauer und Garten bekränzt,
Und des heiligen Tranks sind voll im Strome die Schiffe,
Städt’ und Inseln, sie sind trunken von Weinen und Obst.
…“
Der Wanderer (zweite Fassung von 1801)

Seliges Tal des Rheins! Treffender lässt sich kaum die Einmaligkeit des Romantischen Rheins zusammenfassen. Daher lautet das Motto des Blumenkorsos 2009 – etwas weniger poetisch, dafür aber um einiges griffiger:

„Rheinland – Weinland, ein Stück vom Paradies auf Erden“.

Die Beschreibung des Blumenkorsos

Wagen 1: „Rheinland, Weinland – ein Stück vom Paradies …“

Der Eröffnungswagen Ein Weinberg am Romantischen Rhein – was könnte besser das Motto „Rheinland, Weinland“ verkörpern!

Musikalisch wird die Zugspitze nun schon seit fast 20 Jahren vom Tambour-Corps Ohlenberg angeführt.

Wagen 2: „… auf Erden“

Ein Globus, dessen Kontinente mit Dahlienblüten bedeckt sind Dieser Globus beweist es: Das „Rheinland, Weinland“ ist einzig auf unserem Planeten.

Wagen 3: Der Romantische Rhein – Land der Burgen und des Weins

Ein gelbes Schloss, in dem die gut gelaunte Mittelrhein-Weinkönigin und ihre Weinprinzessinnen stehen Kaum etwas ist typischer für die Rheinromantik, als die vielen Burgen und Schlösser an den Ufern des Stroms. Und so residiert auch die Gebietsweinkönigin des Mittelrhein Gabi (Emmerich) aus Leutesdorf und ihre Weinprinzessinnen Julia (Lanz) aus Unkel und Heike (Scholl) aus Erpel in einem romantischen Schloss.

Begleitet wird der Wagen von den Klassen 4a und 4b der Grundschule Sankt Johannes, Erpel, die den Lauf der Romantischen Rheins verkörpern.

Musikalisch wird dieser Abschnitt des Festzugs von den „Schlossberg Musikanten“ aus Bad Hönningen gestaltet.

Wagen 4: Das Rheinische Paradies aus der Vogelperspektive

Ein roter Zeppelin über der Erpeler Ley Das Wagenmotiv erinnert an die „Erpeler Sturmfahrt“ des Zeppelins LZ 5 am 2. August 1909.

Nachdem das Luftschiff ab dem 31. Juli 1909 auf der „Internationalen Luftschifffahrt- Ausstellung“ in Frankfurt am Main zu sehen war, sollte es am 2. August 1909 nach Köln überführt und dem Heer übergeben werden. Wegen eines Gewittersturms musste Graf Zeppelin die Fahrt über der Erpeler Ley abbrechen und nach Frankfurt zurückkehren.
Am 5. August 1909 gelang die Fahrt nach Köln und das Luftschiff wurde dort unter der Bezeichnung „Z II“ in den Heeresdienst übernommen.

Noch heute erinnert ein Denkmal auf der Erpeler Ley an die Sturmfahrt vom 2. August 1909.

Wagen 5: Deutscher Wein – der Schlüssel zum irdischen Paradies

Die Deutsche Weinkönigin sitzt winkend in einem kleinen Krönchen Den Schlüssel zum Paradies auf Erden hält Ursula Maur, die Deutsche Weinkönigin 1984/85, in Händen, die anlässlich ihres Silber-Jubiläums am Erpeler Blumenkorso teilnimmt.
Frau Maur entstammt einer Winzerfamilie aus Mayschoß. Im Oktober 1983 wurde sie zur Mayschosser Weinkönigin und im Mai 1984 zur Gebietsweinkönigin der Ahr gewählt. Als deren Vertreterin nahm sie im Oktober 1984 in Trier an der Wahl zur Deutschen Weinkönigin teil.

Der Wagen wird von einem „Neuen Jahrgang“ aus blauen und grünen Weintrauben begleitet, dargestellt von der Klasse 1 der Grundschule Sankt Johannes, Erpel.

Musikalisch geben der Deutschen Weinkönigin die „Bremmer Stadtmusikanten“ das Geleit. Dank der Großzügigkeit der Familien Mathias und André Hardt bereichert diese Kapelle schon seit vielen Jahren unseren Festzug.

Wagen 6: „Ich will ins Rheinische Paradies“

Ein rot-gelber Teufel rüttelt an einer Gittertür mit großem Schloss; auf der anderen Seite steht ein großes Weinfass Verzweifelt rüttelt ein Teufel an der verschlossenen Pforte zum Rheinischen Paradies. Es scheint ihm unerträglich, dass er nicht an der Heiterkeit und Weinseligkeit im Rheinland teilhaben darf, wo ihm doch schon das Himmlische Paradies verwehrt ist.
Wolle mer ihn nei lasse?

Sein Gefolge aus „Rheinischen Teufelchen“ besteht aus Schülern der Klasse 2 der Grundschule Sankt Johannes, Erpel.

Wagen 7: Rheinland, Weinland – der Himmel auf Erden

Zwei Engel sitzen auf Wölkchen und musizieren Zu Recht begehrt der Teufel Einlass ins Rheinische Paradies, denn hier zu leben ist einfach himmlisch. Für Viele ist der Romantische Rhein für zum Himmel auf Erden geworden – und Rheintöchter zu Engeln.

Wagen 8: Blütenparadies

Zwei Bienen fliegen über bunten Blüten Dieses Motiv verkörpert die einzigartige Fauna und Flora im Romantischen Rheintal – die sich vor allem in seinen Weinbergen findet.

Den Festwagen wird von den Klassen 3a und 3b der Grundschule Sankt Johannes, Erpel, begleitet, die sich in „Obst und Früchte aus dem Rheinland“ verwandelt haben.

Wagen 9: Die Erpeler Jubiläums-Weinköniginnen

Zwei Frauen sitzen in einem orangenen Kahn, über ihnen spannt sich ein gelber Regenbogen In einem Nachen befahren Christa Keßler, Erpeler Weinkönigin 1959/60, und Steffi Hamacher, Erpeler Weinkönigin 1984/85, den Rhein.
Dieses Motiv erinnert daran, dass Christa Kessler die einzige Erpeler Weinkönigin ist, die jemals über Vater Rhein zum Weinfest geleitet wurde. Die Veranstalter hatten diese Bootsfahrt allerdings nach Einbruch der Dunkelheit ansetzt, um das Ufer stimmungsvoll mit Bengalischem Feuer beleuchten zu können. Unglücklicherweise wurde Christa Kessler davon so stark geblendet, dass sie beim Aussteigen aus ihrem Boot rein gar nichts sehen konnte. Es fehlte nicht viel und sie wäre als wahrhaftige Rheintochter den Fluten von Vater Rhein entstiegen.

Die Rheinfahrt der Jubiläums-Majestäten wird vom Musikduo „StiWi’s“ begleitet.

Dem Wagen geben „Singende Rheinnixen“ das Geleit, die von Mitgliedern des Gesangvereins Cäcilia Eintracht Erpel 1844 und des Kinder- und Jugendchors Cillinchen dargestellt werden.
Beide Chöre erfreuen die Erpeler Bürger bei vielen Anlässen mit ihrem umfangreichen Repertoire. Höhepunkte der Chortätigkeit sind die jeweiligen Jahreskonzerte und das „Offene Singen“ für jedermann im August auf dem Erpeler Marktplatz.

Wagen 10: Rheinische Genüsse

Ein vorne offenens Fachwerkhaus mit einer almodischen Küche voller Kräuterbündel Wenn paradiesische Genüsse schon auf Erden zu haben sind, dann kann das nicht mit rechten Dingen zugehen. Da muss Magie im Spiele sein! Nun, zumindest in Erpel gibt es eine Hexenküche und jede Menge Kräuterhexen, die als Mitglieder des Möhnen-Club Erpel bestens getarnt sind.

Vielleicht ist die Erklärung aber auch viel profaner. Immerhin gibt es in Erpel schon seit 1817 die Brennerei Karl Klein. Sie ist die älteste noch in Betrieb befindliche Brennerei in Rheinland-Pfalz.

Wagen 11: Paradiesvogel

Ein farbenfroher Paradiesvogel mit langem Schwanz Die exotische Pracht dieses Vogels verdient zurecht den Namen „Paradies“.

Die Kinder des Gemeindekindergartens „Regenbogenland“ sind zu „Paradiesvögeln“ geworden, um ihn zu begleiten.

Wagen 12: Weingott Bacchus

Weingott Bacchus einem antik wirkenden Tempelchen Weingott Bacchus Carlo (Heinicken) präsentiert sich auch in diesem Jahr in einem antiken Weintempel und lässt sich von seinen Bacchantinnen Diana (Weich) und Natalie (Tillmann) verwöhnen.

Wie in jedem Jahr werden Bacchus Carlo und seinen Bacchantinnen vom Tambour-Corps Erpel begleitet.
Außerdem geben ihm die Erpeler Weinfest-Freunde, die unseren Festzug jedes Jahr als „Weinselige Winzer“ bereichern, das Geleit.

Allmählich kündigt sich der Höhepunkt des Festumzugs an.

Die Prinzengarde der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft, in der Weinkönigin Saskia tanzt, gibt der amtierenden Weinkönigin und ihren Weinprinzessinnen das Ehrengeleit.

Vor dem Erscheinen der Weinmajestät hat jedoch die Bigband „Timbre Tajiri“ ihren Auftritt. Mit schmissigen Klängen begleitet sie die Erpeler Weinkönigin.

Wagen 13: Die Erpeler Weinkönigin

Die Erpeler Weinkönigin in einer riesigen gelben Krone Was könnte besser die Majestät von Weinkönigin Saskia (Sieberz) und ihren Weinprinzessinnen Sissi (Dahmen) und Tonia (Sieberz) unterstreichen, als eine riesige, in leuchtenden Farben gestaltete Krone? Es ist nicht von ungefähr das Lieblingsgefährt der Erpeler Weinköniginnen.

„Herzlich willkommen in der Alten Herrlichkeit am Rhein!“

Wagen 14: Schlussakkord

Große Modelle des Erpeler Rathauses und des Kirchturms Zum Abschluss des Festzugs sorgt die allseits beliebte Null-Uhr-Kapell’ mit ihrer schmissigen Darbietung noch einmal für richtig gute Feierlaune bei den Besuchern.

Wagen 15: Abschlusswagen

Große Modelle des Erpeler Rathauses und des Kirchturms „Herrlichkeit Erpel – ein Stück vom Paradies auf Erden“

Unterstützung

Liebe Besucher unserer Website,

Sie können sich denken, dass die Veranstaltung dieses Blumenkorsos mit hohen Kosten verbunden ist. Ein großer Teil der Kosten wird durch den Verkauf von Festabzeichen mit dem Porträt der Weinkönigin finanziert.
Deshalb nutzen wir die Gelegenheit Sie zu bitten, beim Besuch des Blumenkorsos eine solche Plakette zu erwerben.

Sie tragen damit zum Fortbestehen des Blumenkorsos bei!

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