von Leo Klevenhaus, Bonner Rundschau vom 31. Juli 2008
ERPEL. Der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ ist in eine neue Wagenbauhalle umgezogen und dort bereits seit Karneval mit insgesamt sieben ehrenamtlich tätigen Helfern dabei, die Festwagen für den jährlich von mehreren tausend Besuchern bewunderten Blumenkorso beim Weinfest (dritter Sonntag im September) zu bauen. Das hört sich so leicht an, doch ist die Arbeit, vor allem jetzt, recht Schweiß treibend.
Da ist eine große Portion Idealismus gefragt
, lobt Bernd Walbrück, Chef der Wagenbaugruppe, seine von stets aufs Neue motivierten Mitstreiter, die es immer wieder schaffen, dass im Korso zwölf ideenreich gestaltete Motivwagen, neben den zehn großen Fußgruppen, zu bestaunen sind. Motto 2008: Musik und Wein, Frohsinn am Rhein.
Sein oder Nichtsein?
- um diese Frage drehte sich in Erpel im Jahre 1984 alles um das jährlich stattfindende und wieder anstehende Weinfest. Der Verkehrsverein, Träger dieses Festes, kam damals kaum mehr auf einen grünen Zweig, geschweige denn dazu, das erforderliche Interesse der Gastwirte für weitere Feste dieser Art zu wecken.
Das passte dem damals im Ortsgeschehen sehr engagierten, viel zu früh verstorbenen Bäckermeister Franz-Jupp Hamacher überhaupt nicht. Er übernahm kommissarisch die Leitung des Vereins, mobilisierte die völlig unbedarften Werner Henneker und Bernd Walbrück zur Teilnahme an einer Versammlung und verkündete freiweg: Die beiden sind bereit, den Verein weiterzuführen!
. Bernd Walbrück, der Geschäftsführer wurde, zurückblickend: Das war ein typischer Franz-Jupp Hamacher.
Werner Henneker übernahm den Vorsitz – bis zum heutigen Tag. Und Bernd Walbrück schaffte es, die Zahl der Wagen beim Weinfest von zwei auf vier zu erhöhen, zusammen mit dem damaligen Bacchus Fritz Keller.
Werner Henneker und Bernd Walbrück und ihre Freunde des Erpeler Weinfestes drängten damals auf Namensänderung für den maroden Verein. Fortan zeichnete und zeichnet der „Brauchtumsverein der Freunde des Erpeler Weinfestes“ dafür verantwortlich, dass seit bald 24 Jahren ein Aufschwung und Bestand des inzwischen schönsten Festes in der „Alten Herrlichkeit“ am Fuße der Erpeler Ley gewährleistet ist.
Beiden Männern wurde inzwischen ob ihres Engagements verdientermaßen auch der begehrte Heimatorden „Alt Erpilla“ verliehen.
Zurzeit trifft sich das Wagenbau-Team jeden Dienstagabend ab 18 Uhr in der Halle auf dem Anwesen des früheren Baugeschäftes Joh. Ott, Heisterer Straße 22, in Erpel. Wir laden jeden zum Mitmachen ein!
, so Bernd Walbrück, bevor er das Gespräch mit der Rundschau beendet und wieder Hand anlegt.
Hier geht es
zum Bericht der Rhein-Zeitung vom 29. 07. 2008.
Hier geht es
zurück zur Übersicht der Berichte 2008