Erpeler Weinfest endete mit traditionellem Bürgerschoppen

Weinkönigin Heike empfing ihre Amtskolleginnen vom Unteren Mittelrhein

Nachdem es am Sonntag noch „Erpel am Rhein – Blumen, Wein und Sonnenschein“ hieß, hielt sich der Wettergott beim traditionellen Bürgerschoppen zum Abschluss des Weinfestes unvornehm zurück. Nach einem kräftigen Wolkenbruch am frühen Abend blieb das Wetter trüb, grau und ungemütlich.

Solche Nebensächlichkeiten sind jedoch nicht geeignet, einer rheinischen Weinkönigin die Freude an ihrem Amt zu verleiden. So wurde Weinkönigin Heike (Scholl) bereits an der Fähre von ihren Amtskolleginnen aus Unkel, Leubsdorf und Leutesdorf begrüßt, als sie in Begleitung der Remagener Weinkönigin Sandra (Görres) und des Tambour-Corps Erpel 1963 e. V. sowie des Spielmannszugs „Rheinklänge“ Remagen e. V. von ihrem Besuch des Remagener Weinfestes zurückkehrte.
Burgundia Julia aus Unkel hatte neben den Offizieren des Junggesellenvereins sogar Bacchus Winfried Hertler mitgebracht. Auch die Leutesdorfer Weinkönigin Gabi (Emmerich), die erstmals dem Erpeler Weinfest ihre Referenz erwies, wurde außer von ihren Pagen von Bacchus Peter eskortiert. Die Leubsdorfer Weinkönigin Sarah war in Begleitung ihrer Weinprinzessin Sarah erschienen.

Geleitet von den Klängen der beiden Musikkorps zogen die Weinmajestäten mit ihrem Tross ins Weindorf ein. Neben zahlreichen Besuchern wurden sie hier von weiteren Weinköniginnen vom Unteren Mittelrhein erwartet. Vom Fuße des Drachenfelses war die Rhöndorfer Weinkönigin Marion angereist. Den Rhein hinab war die Bad Hönninger Weinkönigin Angela mit ihren Prinzessinnen Sandra und Sabrina gekommen. Die Dattenberger Weinkönigin war verhindert und ließ sich durch zwei ihrer Ehrendamen vertreten.
Anschließend hatten die versammelten Weinmajestäten gerade noch Gelegenheit, den Besuchern des Weinfestes ihren Weinspruch vorzutragen und zuzuprosten, dann setzte nicht enden wollender Regen ein.

Doch so schnell lassen sich die Erpeler ihr Weinfest nicht vergällen. Unbeeindruckt harrten sie unter den Vordächern und Markisen im Weindorf aus. Und als ein paar findige Mitglieder des Brauchtumsvereins „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. zwei Pavillionzelte aufstellten, die sie kurzfristig beim „Pitter vom Maat“, dem Wirt der Gaststätte „Om Maat“, ausgeliehen hatten, konnte der Regen die Stimmung nicht weiter beeinträchtigen. Zumal die „Lau-Sitzer“ auf ihre Weise dem Wetter Einhalt geboten, indem dem Publikum mit ihrer schmissigen Musik kräftig einheizten.

Gegen 21.00 Uhr erreichte der Bürgerschoppen seinen offiziellen Höhepunkt. Nachdem sich der Geschäftsführer des Brauchtumsvereins, Hans-Jürgen Freund, und Weinkönigin Heike für all die Hilfe und Unterstützung bei der Veranstaltung des Weinfestes bedankt hatten, kam die Reihe an Bernd Walbrück, den Leiter des Blumenkorsos. Er verkündete das mit Spannung erwartete Motto für den Blumenkorso 2008:

Musik und Wein, Frohsinn am Rhein.

Beschlossen wurde der „offizielle Teil“ des Abends mit dem Vortrag des von Michael Steitz komponierten und getexteten Liedes „Herrlichkeit Erpel“. Der Stimmungswalzer verfehlte seine Wirkung nicht. Schon nach der ersten Strophe schunkelten Weinkönigin Heike, der Vorstand des Brauchtumsvereins und Ortsbürgermeister Edgar Neustein mitsamt den Weinfestbesuchern im Takt des Liedes.

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