Weinkönigin Heike eröffnet Weinfest

Begleitet von einem Fackelzug hielt sie Einzug ins Weindorf

Bereits vor Einbruch der Dämmerung hatten sich zahlreiche Kinder mit Fackeln am Haus der Weinkönigin in der Grabenstraße eingefunden, um Weinkönigin Heike Scholl und ihre Weinprinzessinnen Anika Bent und Anna Kenn in Begleitung von Bacchus Carlo Heinicke mit einem Fackelzug ins Weindorf zu geleiten. Sobald das Zwielicht der Dunkelheit zu weichen begann, wurden die Fackeln entzündet und der Zug setzte sich, angeführt vom Tambour-Corps Erpel 1963 e. V., in Bewegung.

Unter schmissigen Klängen zog der Fackelzug durch den historischen Ortskern ins Weindorf, wo Ortsbürgermeister Edgar Neustein und der 1. Vorsitzendes des Brauchtumsvereins „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V., Werner Henneker, sie bereits erwarteten. Doch bevor die Reihe an sie kam, brachte das Tambour-Corps Weinkönigin noch ein Ständchen dar. Dann erst hatte Bürgermeister Neustein Gelegenheit, die Weinmajestät am Ort ihrer Regenschaft zu begrüßen und sie einzuladen, das Weinfest zu eröffnen.

Weinkönigin Heike Scholl kam dieser Einladung umgehend nach und lud die Gäste mit ihrem Weinspruch

„Mein Herz schlägt für Erpel, die Perle am Rhein,
drum trinket mit mir den edlen Wein.
Im Wein sind Mühe und Winzers Fleiß,
Im Wein sind Sonne, Sorg’ und Schweiß.
Am Fuße der Ley den Wein zu genießen,
dazu möchte ich alle Gäste herzlich begrüßen.
Zum Wohl!“

ein, mit den Erpelern ihr Weinfest zu feiern.

Diese waren bereits zahlreich erschienen. Ihr Bekenntnis zu Erpel, mit dem Weinkönigin Heike bereits bei ihrer Krönung die Herzen der Erpeler im Sturm eroberte, hatte ihr offensichtlich schon von der ersten Stunde an die Gunst der Besucher des Weinfestes erworben.
Vielleicht lag es auch ein wenig an der starken Medienpräsenz, die Erpel am Rhein in den letzten Wochen hatte. Die Teilnahme am Wettbewerb „Hammerdorf des Jahres 2007“ der Landeschau Rheinland- Pfalz des SWR-Fernsehens hat Erpel über die Grenzen des Kreises Neuwied hinaus bekannt gemacht.

Die Feststimmung, die sich nun schnell im Weindorf ausbreitete, wurde erst kurz vor Mitternacht gedämpft, als Nieselregen einsetzte. Der Leiter des am Sonntag stattfindenden Blumenkorsos, Bernd Walbrück, nahm dies entzückt zur Kenntnis. Seine Prognose lautete: Wenn es beim Fackelzug der Weinkönigin nieselt, scheint beim Blumenkorso die Sonne!

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