Letzte Amtshandlung von Weinkönigin Nicole

Scheidende Weinkönigin pflanzte einen Weinstock an der Grundschule

Pünktlichkeit ist bekanntlich die Höflichkeit der Könige. So gesehen leistete sich Nicole Heinrichs, die Erpeler Weinkönigin 2006/2007, ein Höchstmaß an Unhöflichkeit. Gleich eine ganze Woche ließ sie auf sich warten! Gezwungenermaßen, denn das Wetter war am 3. September 2007 so schlecht, dass der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. die Pflanzaktion kurzfristig absagte.

 Weinkönigin Nicole beim Pflanzen des Weinstocks © Holger Lenz Montag, den 10. September 2007, vollzog Nicole Heinrichs dann endlich ihre letzte Amtshandlung und pflanzte einen Weinstock in den kleinen Weinberg der Grundschule Sankt Johannes.
Während Nicole Heinrichs beherzt zum Spaten griff und bewies, dass sie neben großem Charme auch über viel Tatkraft verfügt, erklärte Bernd Walbrück, es sei bereits der siebte Rebstock, der von einer scheidenden Weinkönigin gepflanzt werde. Dieses Mal ist ein Muskateller an der Reihe, schließlich seien früher in Erpel Rot- und Weißwein zu gleichen Teilen angebaut worden.

Auch eine „ehemalige“ Weinmajestät ist in Erpel um Unterstützung nie verlegen. Und so gingen Nicole Heinrichs bei der Pflanzung die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3b fleißig zur Hand. Diese hatten mit ihrer Lehramtskandsidatin Kerstin Lange gerade den Weinbau durchgenommen. Sie verriet: Wir haben schon aus den Trauben der sechs Weinstöcke Most gemacht, die harte körperliche Arbeit der Winzer werden wir aber erst noch kennen lernen.

Weinkönigin Nicole nach dem Pflanzen des Weinstocks © Holger Lenz Nachdem sich die Klasse 3b emsig darum gekümmert hatte, den neuen Rebstock anzugießen, erklärte ihnen ihre Klassenlehrerin Brigitte Pax, dass ihre Arbeit damit aber noch nicht beendet sei. Sie wären auch zukünftig für die Pflege dieser Rebe zuständig, da sie durch Hilfe die Patenschaft für den Muskateller übernommen hätten.

Anschließend lud Frau Pax Nicole Heinrichs und die Mitglieder des Brauchtumsvereins „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. zu einem Glas „Lehrerschweiß“ ein. Ein Wein, dessen Name wörtlich zu nehmen ist. Er wird von Rektor Josef Rönn zusammen mit seinem Kollegen Achim Pohlen in Leubsdorf anbaut.

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