Heike Scholl ist neue Weinkönigin

General-Anzeiger Bonn vom 21. August 2007

22-Jährige repräsentiert die Herrlichkeit Erpel

Am Fuße der Ley den Wein zu genießen, möchte ich alle jetzt herzlich begrüßen! Mit einem strahlendem Lächeln verkündete Heike Scholl, die neue Erpeler Weinkönigin, ihren Weinspruch im Bürgersaal. In den hatte sie das Tambourcorps geleitet. Gekommen war sie mit ihren Weinprinzessinnen Anika (Bent) und Anna (Kenn) unter dem Schutz von Weingott Bacchus, Carlo Heinicke, und der Offiziere des Junggesellenvereins, Michael Dung und Philipp Krüger. Mit Spannung hatte man in Erpel darauf gewartet, dass der Brauchtumsverein das gut gehütete Geheimnis lüften würde, wer den Ort dieses Jahr als Weinkönigin repräsentieren wird.

Entsprechend bestens besucht war der Bürgersaal, in den die „Freunde des Erpeler Weinfestes“ zur Vorstellung der Majestät eingeladen hatte.

Aber die Gäste mussten sich gedulden: Die Mannen um die beiden Vorsitzenden, Werner Henneker und Brigitte Buchmüller, hatten wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Wie in den Vorjahren fungierten die „Cillinchen“ als Eisbrecher. Sie stellten ihr neues Musical „Max und die Käsebande“ auszugsweise vor, bevor der Junge Chor von Cäcilia-Eintracht das Lied „Heute hier, morgen dort“ hinzufügte. Da wollte Henneker nicht hinten anstehen und hieß die Ehrengäste willkommen, allen voran den Hausherrn, Bürgermeister Edgar Neustein, sowie den neuen 2. Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Alfons Mußhoff.

Bevor wir unsere neue Weinkönigin begrüßen, heißt es Abschied nehmen von ihrer Vorgängerin, Nicole Heinrichs, erklärte der Vorsitzende. Er bescheinigte der scheidenden Majestät, Erpel als charmante Repräsentantin würdig vertreten zu haben. Dann aber führte das Tambourcorps die neue Weinkönigin in den Saal - und die musste den Erpelern ebenso wenig vorgestellt werden wie ihre Prinzessinnen, kennt man das Trio am Fuße der Ley doch bestens als Tänzerinnen der Prinzengarde.

Mein Herz schlägt für Erpel. Und ich freue mich schon wahnsinnig auf das Weinfest, begründete die 22-jährige, die Verwaltungsfachfrau bei der Bundespolizei ist, warum sie auf der Stelle zugestimmt hatte, Weinkönigin zu werden.

Das war ihr umso leichter gefallen, da sie sich der Unterstützung ihrer beiden Freundinnen sicher sein konnte. Wie für sie ist Sport das Hobby der 20-jährigen Jurastudentin Anika. Die 18-jährige Anna, die demnächst ihr Abitur auf dem Martinus-Gymnasium machen wird, zählt zudem noch Reiten zu ihren Hobbys.

Allein schon ihr guter Geschmack prädestiniert unsere Wein-Repräsentantinnen für ihre Ämter, bevorzugen sie alle drei doch einen Riesling halbtrocken, verriet Buchmüller. Der mundet auch dem Bacchus, der ebenso einen Roten von der Ahr nicht verschmähen würde. Als Weingott war Carlo Heinicke im Vorjahr ins kalte Wasser gesprungen. Und das Mitglied der Kegelbrüder vom „Erpeler Kännchen“ hatte diese Aufgabe bravourös gemeistert.

Ihr habt wieder ein tolles Trio für unser Weinfest gefunden. Bei so viel Charme und Lebensfreude kann gar nichts schief gehen, schwärmte Neustein. Er war froh, dass die drei jungen Damen nicht nur unter dem Schutz des Weingottes stehen, sondern auch noch von den Offizieren der Junggesellen eskortiert werden. Und „zur Not“ sind da ja auch noch ihre Jubiläums-Vorgängerinnen.

1957 wurde Sibylle Frickel vom damaligen Verkehrsverein auf einem Rheinschiff zur Weinkönigin von Erpel gekürt, stellte Henneker die Gold-Weinkönigin vor. Noch in bester Erinnerung war vielen Erpelern die Amtszeit von Anja Eichbaum vor 25 Jahren, der Tochter von Heinz Schmitz, dem langjährigen Bürgermeister der Alten Herrlichkeit.

Text: Horst-Dieter Küsters

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