„Die Krönung“

Heike Scholl ist die neue Weinkönigin 2007/2008

Am Samstag, den 18. August 2007 war es wieder so weit: Im Bürgersaal Erpel wurde die neue Weinkönigin 2007/2008 in ihr Amt eingeführt.
Das Interesse der Erpeler Bürger war groß, denn die Verantwortlichen des Brauchtumsvereins „ Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. hatten das Geheimnis eisern gehütet. Nur ungewisse Mutmaßungen hatten in Erpel am Rhein die Runde gemacht.

Doch bis zur Vorstellung der neuen Weinmajestät galt es sich noch zu gedulden. Der Bedeutung des Anlasses entsprechend hatte der Brauchtumsverein „Freunde des Erpeler Weinfestes“ e. V. ein abwechselungsreiches Rahmenprogramm aufgeboten.

Den Beginn machten der Kinderchor „Cillinchen“ zusammen mit dem Jugendchor des Gesangsvereins „Cäcilia Eintracht Erpel 1844“ unter Leitung von Gerald Charlier. Sie trugen Lieder aus ihrer neuen Musicalproduktion „Max und seine Käsebande“ vor. Die Aufführungen sind für das kommende Frühjahr geplant.
Der lebhaft beklatschte Auftritt endete mit einer Interpretation des bekannten Liedes „heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader durch den Jugendchor.

Im Anschluss stellte sich die von Irmgard Berg-Reidick gegründete Flamenco Show-Tanzgruppe „Las Flamencas“ erstmalig einem größeren Publikum vor. Mit wirbelnden Röcken und wedelnden Fächern verbreiteten sie andalusisches Temperament.

Vor der Krönung der neuen Weinkönigin galt es noch Abschied zu nehmen von Nicole Heinrichs, der Weinkönigin 2006/2007 und ihrer Weinprinzessin Natali. Werner Hennecker, der Vorsitzende des Brauchtumsvereins, bedankte sich bei ihnen für ein traumhaftes Regentschaftsjahr, in dem sie Erpel stets voller Charme vertreten haben.
Die Verabschiedung verband er mit der Begrüßung der Jubiläums-Weinköniginnen Sibylle „Billa“ Frickel, geb. Richarz, die vor 50 Jahren Weinkönigin in Erpel war, und Anja Eichbaum, geborene Schmitz, die dieses Amt vor 25 Jahren innehatte.

Danach war es endlich so weit. Geführt vom Tambour-Corps Erpel 1963 e. V. wurden die neue Weinkönigin und ihre Weinprinzessin von den Offizieren des Junggesellenvereins, Michael Dung und Philipp Krüger, in den Saal begleitet.
Obwohl kein „Erpeler Mädchen“, musste die 22-jährige Verwaltungsfachfrau Heike Scholl den meisten Anwesenden nicht vorgestellt werden. Ebenso wie ihre Weinprinzessinnen, die 20-jährige Jurastudentin Anika Bent und die 18-jährige Anna Kenn, die im nächsten Jahr am Martinus-Gymnasium in Linz ihr Abitur machen wird, ist sie als Tänzerin der Prinzengarde bestens bekannt.
Auf die Frage, was sie ohne zu zögern bewogen habe, das Amt der Weinkönigin zu übernehmen, verkündete die neue Weinmajestät: Mein Herz schlägt für Erpel. Und ich freue mich schon wahnsinnig auf das Weinfest! Mit diesem Bekenntnis eroberte die junge Frau die Herzen aller im Sturm.

Bei der anschließenden Vorstellung verriet die zweite Vorsitzende Brigitte Buchmüller, dass allein schon ihr guter Geschmack die Wein-Repräsentantinnen für ihre Ämter prädestiniere, bevorzugen doch alle drei einen halbtrockenen Riesling.
Auch die ersten – offiziellen – Gratulanten waren voll des Lobes für die Wahl des Brauchtumsvereins. Ihr habt wieder ein tolles Trio für unser Weinfest gefunden. Bei so viel Charme und Lebensfreude kann gar nichts schief gehen, schwärmte Bürgermeister Edgar Neustein.

Hiernach ließ es sich die Prinzengarde nicht nehmen, zu Ehren ihrer „gekrönten“ Kameradinnen zu tanzen, obwohl das Fehlen von gleich drei Tänzerinnen einige Abstriche bei der Choreografie erforderlich machte.

Traditionell zur vorgerückten Stunde erwies die Null-Uhr-Kapell’ zum Abschluss der Krönungsfeier den frisch gekürten Hoheiten ihre temperamentvolle Referenz. Zusammen mit einem Quartett des Gesangsvereins „Cäcilia Eintracht Erpel 1844“ stellten sie das von dem Erpeler Neubürger Michael Steitz geschriebene und allen Erpelern gewidmete neue Heimatlied „Herrlichkeit Erpel“ vor, das einen Tag zuvor beim Offenen Singen uraufgeführt wurde.

  weiter zum ersten Pressebericht
  zur Vorstellung von Weinkönigin Heike und ihren Weinprinzessinnen Anika und Anna
  zurück zur Übersicht