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Der Loreleyfelsen Noch heute ist dieser Punkt bei Schiffern berüchtigt, da er die engste und mit über 25 m auch die tiefste Stelle des Rheines ist. Lage: 35 km von Koblenz, über die B42 (rechte Rheinseite), kurz hinter dem Ort St. Goarshausen, rheinaufwärts. GPS: 50°08´39 N + 007°44´09 E 133 m hoch über dem Rheintal liegt das Loreleyplateau mit seinem herrlichen Aussichtspunkt und der beliebten Freilichtbühne. Aus der Geschichte ''Ich weiß nicht was soll es bedeuten ...'', so begann Heinrich Heine 1823 sein Gedicht über die Loreley, zu der Sage, die sich Clemens Brentano 1800 ausgedacht hatte und seit dieser Zeit in unzähligen Gedichten, Liedern und Opern in den unterschiedlichsten Weisen behandelt wurde. Der Name entstand wahrscheinlich aus dem althochdeutschen Wort 'lur' = lauern und 'lay'. Lay wird der Schieferstein genannt, der hier im Rheinischen Schiefergebirge sehr häufig vorkommt. Die Schreibweise veränderte sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte. Um den Loreleyfelsen bildeten sich die verschiedensten Sagen. Die ältesten Sagen erzählten sich die Rheinschiffer. Sie fürchteten die enge Durchfahrt am Loreleyfelsen, und es geschah sehr oft, daß ein Schiff an einen Felsen geschleudert wurde und zerschellte. Später richtete man für dieses gefährlichste Stück am Mittelrhein einen Lotsendienst ein, der heute noch besteht. In den dreißiger Jahren begannen die damaligen Machthaber, an diesem sagenumwobenen Ort auf dem Loreleyplateau eine zentrale "Festspiel- und Feierstätte" zu errichten, um passend zur damaligen Ideologie germanische Heldensagen aufzuführen. Die Freilichtbühne wurde unter der Leitung des Architekten Senf vom Arbeitsdienst in Handarbeit errichtet. Bis zur Einweihung im Juni 1939 wurden über 7.000 Kubikmeter Erde bewegt, um den Sitzreihen die erforderliche Steigung zu geben. Das Bauwerk mit 5.000 Sitzplätzen und bis zu zwölftausend Stehplätzen wurde harmonisch in das Landschaftsbild eingefügt. Der Premierenveranstaltung, mit einer Aufführung von Wilhelm Tell durch die städtische Bühne Frankfurt im Sommer 1939, folgten nach Kriegsende, als die Freilichtbühne in den Besitz der Alliierten und dann in das Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz übergegangen war, unterschiedlichste Theateraufführungen. Bis 1968 waren dort viele Theaterklassiker zu sehen. Doch das Land Rheinland-Pfalz hatte das Interesse an der Freilichtbühne verloren. Die Loreleystadt St. Goarshausen war sich der Schönheit des Amphitheaters und deren Bedeutung für die gesamte Region bewußt, hat die Bühne 1974 in ihr Eigentum übernommen. Nun finden dort regelmäßig große Konzertveranstaltungen statt, die sich steigender Beliebtheit erfreuen. |